Pressemitteilung vom Freitag, 20.Juni 2008

Einsatz für neunjährige Basisschule

Kreisverband Emmendingen der Grünen setzt sich mit Anträgen zur Wirtschaftspolitik und Lehrerausbildung auf kleinem Parteitag der Landesgrünen durch.

Der Kreisverband der Grünen begrüßt, so der Kreisvorsitzende Alexander Schoch, dass im Antrag zur Lehrerausbildung das Konzept einer neunjährigen Basisschule aufgenommen wurde. Danach sollen alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und unabhängig von Behinderungen gemeinsam in leistungsheterogenen Gruppen lernen. Diese neue Schulstruktur ist natürlich untrennbar verbunden mit einer neuen Lehr- und Lernkultur, die die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes in den Mittelpunkt allen schulischen Handelns stellt.

Diese neue Lehr- und Lernkultur, so der Kreisvorstand muss damit auch der zentrale Bestandteile der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer sein. Dies gilt übrigens auch im Hinblick auf die bestehenden Schularten, die nicht umhin können, sich zu Schulen der individuellen Förderung weiterzuentwickeln. Eine neue Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer ist daher ein Schlüssel zur Schulreform und ein zentraler Baustein grüner Bildungspolitik.

Die Landesregierung hat bisher alle Chancen vergeben, neue Wege für eine innovative LehrerInnenbildung zu beschreiten. Dieser Landesregierung fehlt auch in der Debatte um eine Schulreform und der Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems von Anfang an der Mut, so Alexander Schoch.

Der Kreisverband der Grünen konnte sich auf dem kleinen Parteitag mit der Forderung durchsetzen, dem sozialen Faktor in der Grünen Marktwirtschaft ein weitaus größeres Gewicht zu verleihen, so Alexander Schoch. So heißt es jetzt im Antrag: Die Grundprinzipien GRÜNER MARKTWIRTSCHAFT sind jetzt ÖKOLOGISCH UND SOZIAL, außerdem wird ein fairer Wettbewerb für alle gefordert!

Somit heißt es nun im Antrag auf Initiative der Kreisgrünen weiter: Markt und Wettbewerb sind für uns Grüne nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. An den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft halten wir fest und wollen sie weiter entwickeln. Aufgabe des Staates ist es, klare, verlässliche und transparente Rahmenbedingungen zu setzen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen soll sich der Wettbewerb fair und frei entfalten können. Der politisch durch finanzielle Anreize, gesetzliche Regulierung und Förderinstrumente gesetzte Rahmen bestimmt die Richtung des Wettbewerbs: zukunftsorientiert, sozial gerecht und umweltverträglich.

Für die Kreisgrünen war es auch wichtig, dass die Vergabepraxis verbessert. So wurde die Landesregierung aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass bei der öffentlichen Auftrags-vergabe nicht Preis-, Lohn-, Sozial- und Umweltdumping begünstigt werden, so sollte z. B. eine Tariftreueerklärung von den Bietern abgefordert werden, so Alexander Schoch.


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