Pressemitteilung vom Dienstag, 2. Dezember 2008

Hugenwaldtunnel: empörende Antwort des Verkehrsministeriums

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Kreisverband und Ortsverbände von Bündnis 90 / Die Grünen kritisieren die Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Winfried Hermann und Alexander Bonde zum Hugenwaldtunnel auf das Schärfste - Antwort des Verkehrsministeriums strotzt vor Inkompetenz und Ignoranz gegenüber der Waldkircher und Elztäler Bevölkerung

Die Antwort des Verkehrsministeriums auf eine gemeinsame Anfrage von Winfried Hermann (MdB), verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag und dem haushaltspolitischen Sprecher Alexander Bonde (Emmendingen-Lahr) zur Sanierung des Hugenwaldtunnels hat beim Kreisverband, dem Ortsverband Waldkirch und dem Ortsverband Elztal der Grünen große Empörung ausgelöst.

Der Kreisvorsitzenden Alexander Schoch:
"Diese Reaktion des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage, die durch viele Unterschriften aus der Waldkircher Bevölkerung bekräftigt wurde, strotzt zum einen vor Inkompetenz und zum anderen vor Ignoranz gegenüber der Waldkircher Bevölkerung. Diese Antwort wurde vermutlich von der durchführenden Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg vorfabriziert. Auf die Einführung eines Halbstundentaktes der Breisgau - S - Bahn geht das Verkehrsministerium überhaupt nicht ein.
Die tatsächlichen Probleme bei einer achtmonatigen Vollsperrung werden kleingeredet und ignoriert, Alternativen einfach abgelehnt, z.T. nicht mal begründet. Wenn solche Antworten eine Gegenreaktion hervorrufen muss man nicht verwundert sein.
Dem Verkehrsministerium und der Straßenbauverwaltung sollte„Nachdenkhilfe“ erteilt werden. Ob hierbei eventuell Straßenblockaden, die bestimmt einen gewissen Charme hätten, ein geeignetes Mittel sein könnten, ist für den Pressesprecher an dieser Stelle noch offen.

Anfang des Neuen Jahres soll im Rahmen einer Veranstaltung über das weitere Vorgehen diskutiert werden.
Für Alexander Schoch ist es jedoch an dieser Stelle nochmals wichtig zu verdeutlichen, dass die Sanierung des Tunnels im Interesse der Sicherheit dringend erforderlich ist. Es ist und bleibt jedoch ein Schildbürgerstreich, wie die Planer bisher mit dem Problem Tunnelsperrung und der damit verbundenen Verkehrslenkung umgegangen sind.

"Durch die Antwort des Verkehrsministeriums will man nun wider besseren Wissens ein Konzept durchsetzen, das die Interessen der Bevölkerung von Waldkirch und des Elztal in keiner Weise berücksichtigt. Für den Ortsverband muss eine vernünftige Lösung auf den Tisch, die zum einen die Lärm und Feinstaubbelastung für die Bevölkerung so niedrig wie nur möglich hält und die auch die Interessen des hiesigen Gewerbes berücksichtigt.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Rettungsröhre so geplant wird, dass keine Fahrzeuge diese benutzen können. Auch vor dem Hintergrund eines effektiven Rettungseinsatzes im Katastrophenfall wäre dies dringend notwendig. Gleichzeitig könnte diese Röhre als Entlastungstunnel in der Zeit der Sanierung, insbesondere für den Durchgangsverkehr und Schwerlastverkehr genutzt werden. Ob die Sanierung des Hugenwaldtunnels, ob die Ortsumfahrung Elzach oder der Ausbau der Rheintalstrecke der DB, das Verkehrsministerium trägt mit seinen Entscheidungen immer wieder dazu bei, dass Politikverdrossenheit auf einen guten Nährboden fällt," kritisiert Alexander Schoch.


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