Pressemitteilung vom Mittwoch, 12. Mai 2010

Kinderland sein zu wollen heißt auch Tagesmütter und Hebammen zu unterstützen!

Der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen fordert vom Land und Bund mehr Unterstützung für die Hebammen und für die Tagesmütter.

„Hebammen leisten in der Begleitung und Unterstützung von Schwangeren, Entbindenden sowie jungen Eltern und deren Neugeborenen eine unersetzliche Arbeit, die wir fördern müssen, anstatt sie zu behindern“, so Alexander Schoch anlässlich der Protestveranstaltungen der Hebammen in der letzten Woche.

Die Rahmenbedingen ihrer Arbeit haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Schwangeren falle es daher auch immer schwerer, eine Hebamme zu finden, die sie bei der Geburt begleitet. Besonders problematisch seien die exorbitant angestiegenen Versicherungsprämien, die freiberufliche Hebammen kaum mehr stemmen könnten. „Damit wird faktisch das Recht der Frauen auf die freie Wahl des Geburtsortes beschnitten“, „denn Hausgeburten oder Beleggeburten in einer Klinik oder einem Geburtshaus werden angesichts solcher Rahmenbedingungen kaum mehr möglich sein,“ so Alexander Schoch.
Die Grünen haben daher aktuell auf Bundesebene einen Antrag gestellt, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Situation von Hebammen genauer zu beleuchten und auch das Problem steigender Haftpflichtprämien zu klären. „Wir müssen jetzt handeln, bevor diese Berufsgruppe komplett vor dem Aus steht“ so Alexander Schoch.

Vor dem Hintergrund des Protestes der Tagesmütter fordert der Kreisverband eine adäquate Bezahlung für diese wichtige Aufgabe. „Dieser Job ist allerdings kein Beruf, sondern eher so etwas wie ein Ehrenamt – jedenfalls wenn man sich die Löhne der Tagesmütter ansieht“, so Alexander Schoch vom Kreisverband.
Tagesmütter springen da ein, wo es keine ausreichenden Kita-Plätze gibt oder Öffnungszeiten der Einrichtung und Arbeitszeiten der Eltern nicht in Einklang zu bringen sind. Die bisherige Nachfrage macht deutlich, wie wichtig Tagesmütter sind.
Seit Anfang des Jahres haben Tagesmütter noch weniger Geld im Portmonee. Aufgrund der Beschlüsse der obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern, sind die Tagesmütter wie Selbständige zu behandeln. Sie werden besteuert, müssen Kranken- und Renten-versicherungsbeiträge wie andere Selbständige auch bezahlen.

Damit nicht viele Tagesmütter ihren Job an den Nagel hängen, bezahlen bereits manche Kommunen einen höheren Stundensatz. Hier zieht sich Bund und Land aus der Verantwortung und die Kommunen sollen es wieder einmal ausbaden, das kann so nicht hingenommen werden, so Alexander Schoch.


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