Pressemitteilung vom Donnerstag, 25. März 2010
Der Widerstand gegen die Atomkraft lebt
Emmendinger Kreisgrüne bei Anti-AKW-Demo in Neckarwestheim
Ein voller Erfolg war die Anti-AKW-Demo in Neckarwestheim am vergangenen Sonntag, mit fast 5000 Teilnehmern die größte Anti-Atom-Demo im Südwesten seit 20 Jahren. Auch die Grünen und die Grüne Jugend im Landkreis Emmendingen beteiligten sich in großem Ausmaß an der Demonstration und organisierten zusammen mit den Freiburger Grünen und dem BUND zwei voll besetzte Busse. In Neckarwestheim demonstrierten dann neben vielen Mitgliedern und Sympathisanten auch der Kreisvorstand und der Grünen-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreis Emmendingen-Lahr, Alexander Bonde gegen Atomkraft.
Die beiden teilnehmenden Kreisvorsitzenden Nikolaus Wernet und Renate Hund:
„Die Resonanz bei der Demo war wirklich beeindruckend und zeigt, wie groß der Widerstand gegen die Dinosaurier-Technologie Atomkraft in der Bevölkerung ist. Es gibt in unserer Gesellschaft ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen die schwarz-gelben Pläne für eine Atomkraft-Renaissance und auch für eine schnelle Abschaltung des Uraltreaktors Neckarwestheim. Wir Grünen möchten keine längere Laufzeiten für Atomkraftwerke – erst recht, solange die Atommüll-Endlager-Frage nicht sicher geklärt ist, was auf absehbare nun überhaupt nicht in Sicht ist.“Statt die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern fordern die Grünen, die Energieversorgung endlich auf zukunftsfähige Beine zu stellen und die Erneuerbaren Energien weiter konsequent auszubauen. „Atomkraft ist keine Brückentechnologie, wie CDU und FDP immer behaupten, sondern eine Blockadetechnologie. Eine schnelle und konsequente Energiewende gibt es nur ohne längere AKW-Laufzeiten, da sonst der Grundlaststrom der AKWs die Netze verstopft und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremst. Ein Ausstieg schade also nicht nur dem Klima, sondern auch der wirtschaftlichen Modernisierung des Landes.“
Die Kreisgrünen kündigten an, den Widerstand gegen die Atomkraft weiter zu verschärfen und auch die nächste Anti-AKW-Bewegung am 24. April zu unterstützen. Dort findet die Biblis-Umzingelung mit der 'KettenreAktion' zwischen Brunsbüttel und Krümmel und die Tschernobyl-Großdemo vor dem Atom-Zwischenlager in Ahaus statt .