Pressemitteilung vom Dienstag, 1. September 2009
„Ohne Bauern ist der Schwarzwald in Gefahr“
Bonde besucht Landwirte in Simonswald
Der Grüne Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde (Emmendingen-Lahr) besuchte den Eschenfürtshof von Joachim Nopper in Simonswald, um sich über die Lage der Landwirtschaft zu informieren. Die Runde aus Nebenerwerbslandwirten sprach mit Bonde angesichts der Milchpreisdebatte über die Offenhaltung der Landschaft. Von den Bauern angemahnt wurde neben der Tatenlosigkeit der Regierung die übermäßige Bürokratie, die auch zum Rückgang der Landwirtschaft beiträgt.
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„Wenn die Hänge erst mal weg sind, kommt auch kein Tourist mehr“, mahnte der Grünen-Abgeordnete. „Gerade bei uns in Südbaden, wo es sehr viele kleine Höfe gibt, wäre dadurch auch der Erhalt der Kulturlandschaft gefährdet – mit negativen Folgen für den gesamten regionalen Tourismus“. Politisch muss es jetzt darum gehen, die Landwirtschaft da zu unterstützen, wo es um die Offenhaltung der Kulturlandschaft geht. Die qualitativ hochwertigen regionalen Produkte und deren regionale Vermarktung müssen noch mehr in den Vordergrund gestellt werden. Beispiele in der Schweiz und Österreich zeigen, dass der Kunde bereit ist, den Mehrwert von Landschaftspflege, Familienbetrieb und Regionalität über ein Bergbauern-Gütesiegel mit einem Aufpreis zu entlohnen. Die hiesigen Molkereien und Lebensmittelbetriebe müssen da noch mehr machen.“
Die Lösung der Milchkrise, die eine entscheidende Frage beim Erhalt der Kulturlandschaft ist, sieht Bonde vor allem in einer Mengenregulierung und einem fairen Preis für die Milch. „Eine Wende in der Agrarpolitik ist dringend notwendig. Die von der Koalition betriebene Politik ist gescheitert: Die Devise größer, billiger und mehr funktioniert in der kleinstrukturierten Landwirtschaft des Schwarzwalds eben nicht, egal welcher Preisdruck auf den Bauern lastet.“