Emmendinger Tor vom Mittwoch, 16. Juli 2008
„Bio-Energie-Landwirte“ verdienen größere Wertschätzung
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Ehemaliger Bundesminister Jürgen Trittin besuchte Freiamt
Von ET-Mitarbeiterin Natalie Böcherer
Freiamt. Der ehemalige Bundesminister für Umwelt, Natur und Reaktor-Sicherheit und Spitzenkandidat von Bündnis 90/ Die Grünen bei der Bundestagswahl 2009, Jürgen Trittin, besuchte gestern die Gemeinde Freiamt. Gemeinsam mit dem Grünen-Abgeordneten Alexander Bonde machte er zu Beginn einen kurzen Abstecher ins Rathaus am Sägplatz. Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench stellte die Gemeinde vor. Im Anschluss besuchten Trittin und Bonde den Hof von Helga und Walter Schneider auf dem Schillingerberg. Dort finden sich verschiedene Beispiele für die Gewinnung von erneuerbarer Energie: Unter einem Dach gibt es bei dem Biobauern und Ökostrom-Produzenten eine Hackschnitzel-Anlage, eine Photovoltaik-Anlage und eine „Alfa Laval Agri“-Anlage zur Wärmegewinnung aus Milch. Walter Schneider machte deutlich, dass sich die Landwirte, welche heutzutage noch über dem Existenzminimum bestehen wollen, neue Einkommensquellen aufbauen müssen. Als viertes Standbein seines Betriebes bezeichnet der Landwirt die Beteiligung am Windrad „Wiese“,welches oberhalb des Hofes auf seinem Gelände steht. Ernst Leimer vom Förderkreis Windenergie ging auf die Problematik der Genehmigung von Windrädern in günstiger Höhenlage ein und bat MdB Trittin und MdB Alexander Bonde um deren Unterstützung. Jürgen Trittin: „Warum beteiligen sich eigentlich die großen Strom-Konzerne nicht an der Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien? Dies ist auch im Zusammenhang mit der Preissteigerung von Gas und Heizöl und dem gleichzeitigen Schwund von Rohstoffen zu bedenken.“ Bei dem anschließenden Rundgang konnten sich beide Grünen-Abgeordneten ein eigenes Bild von dem landwirtschaftlichen Betrieb machen, begleitet wurden sie dabei von einem Fernseh-Team.