Pressemitteilung zum Weltwassertag am 22.März
Konsequenter Klimaschutz sichert auch die Wasserresourcen
Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist gegenwärtig eine der wichtigsten globalen Herausforderungen. Auch die katastrophalen Folgen wurden in den letzten Jahren sichtbar: Die Polkappen schmelzen, Hurrikane zerstören die Infrastruktur ganzer Länder und Überschwemmungen nehmen nicht nur in Deutschland verheerende Ausmaße an. Der Klimawandel hat somit große Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit in vielen Regionen der Erde. Wenn der Trend anhält, verstärken sich Überschwemmungen und Dürrekatastrophen, kommt es zur Verseuchung des Grundwassers durch Salzwasser und zu Missernten. Insbesondere die Landwirtschaft steht vor dem Problem, bei veränderten Bedingungen weiterhin ausreichende Ernteerträge sicherzustellen.
In Gebieten, in denen Wasser jetzt schon knapp ist, wird die Verfügbarkeit von Wasser weiter abnehmen. Die Folgen für die Menschen, die dann unter Wassermangel leiden, sind kaum absehbar, so der Sprecher des Kreisverbandes von Bündnis 90 / Die Grünen, Alexander Schoch. Wasser ist lebensnotwendig für Mensch und Natur, aber Wasser ist auch Wirtschaftsgut. Die fortschreitenden Eingriffe in den natürlichen Wasserhaushalt haben zu einem weitgehenden Verschwinden naturnaher Gewässerlandschaften geführt - auch bei uns im Landkreis, siehe die Elz. Anlässlich des Weltwassertages der Vereinten Nationen fordert der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen deshalb einen sorgsameren Umgang mit der Ressource Wasser und den Erhalt der letzten weitgehend "ursprünglichen" Gewässer in unserem Landkreis sowie stärkere Anstrengungen zur Renaturierung der Elz. Die meisten Flüsse sind durch menschliche Eingriffe ihrer Ursprünglichkeit beraubt worden. Auch die zunehmenden Sturmschäden der letzten Jahre in den Wäldern unseres Landkreises haben einen negativen Einfluss auf den Wasserhaushalt und sind auch ein Ausdruck des Klimawandels. Darum ist Klimaschutz im Großen wie im kleinen vor Ort in unseren Gemeinden auch Wasserschutz, so Alexander Schoch.
Zur Historie des Weltwassertages führt Alexander Schoch nochmals aus: Der 22.März eines jeden Jahres wurde im Dezember 1992 in einer Resolution von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ("Day for Water") erklärt dieser wird aber auch zunehmend als Weltwassertag bezeichnet. Ausschlaggebend war die Agenda 21, die von der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development UNCED) im Juli 1992 in Rio de Janeiro beschlossen wurde. Das Motto lautet dieses Jahr "Wasser und Kultur"und löst somit das Motto des letzten Jahres "Wasser für das Leben" ab. Wie bekannt, haben viele Millionen Menschen kein Zugang zum sauberen Wasser. Die Vereinten Nationen rufen alle Menschen dieser Erde dazu auf, dass mögliche zu tun, damit allen Menschen sauberes Wasser zur Verfügung steht. Wasser ist das wichtigste Lebensmittel.