Pressemitteilung vom Freitag, 12. September 2008

Winne Hermann informiert sich über die Sanierung des Hugenwaldtunnels

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen zu Besuch in Waldkirch

von links: Winfried Hermann, Josef Rothmund, Nikolaus Wernet, Alexander Schoch

Für den Ortsverband Waldkirch von Bündnis 90/Die Grünen führten Nikolaus Wernet, Josef Rothmund und Alexander Schoch ein Informationsgespräch zum Thema „Alternativen zur Sperrung des Hugenwaldtunnels" mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Winfried Hermann. Für den Ortsverband ist klar, dass die Sanierung des Tunnels im Interesse der Sicherheit dringend erforderlich ist. Es ist jedoch ein Schildbürgerstreich, wie die Planer bisher mit dem Problem Tunnelsperrung und der damit verbundenen Verkehrslenkung umgegangen sind, so Alexander Schoch. In einer zu Beginn der Sommerferien begonnenen Unterschriftenaktion, so Nikolaus Wernet haben sich bereits über 200 Bürgerinnen/ Bürger gegen das Sanierungskonzept gewandt. Wir brauchen eine Lösung, so Josef Rothmund, die für die Bevölkerung eine geringstmögliche Belastung bedeutet und bei der der Tunnel nach der Sanierung ein Höchstmaß an Sicherheit bietet. Der Ortsverband wendet sich gegen eine mehrmonatige Tunnelsperrung und der damit verbunden Umleitung des Verkehrs durch die Stadt.

Winfried Hermann zeigte viel Verständnis für das Anliegen des Ortsverbandes und sieht in dem vom Ortsverband vorgeschlagenen Weg, dass der Rettungstunnel so gebaut wird, dass dieser während der Sanierungsarbeiten als Entlastungstunnel fungieren kann, zumindest in eine Richtung, und nach der Sanierung im Falle eines Unfalls auch von Rettungsfahrzeugen befahren werden kann, ein sinnvolle Alternative, die er unterstützen kann. Hierzu gibt es auch Beispiele von Tunnelsanierungen in anderen Regionen, wo ähnlich verfahren worden ist, so Winfried Hermann.

Gleichzeitig wird es jedoch dringend notwendig sein, so Hermann weiter, beim ÖPNV – d.h. Breisgau S-Bahn den „Halb-Stunden-Takt“ auf der Strecke bis Elzach einzuführen, was über eine provisorische Maßnahme möglich wäre. Jedoch sollte hier nicht nur eine Notlösung geprüft werden, sondern auch geprüft werden, ob der Bau des Ausweichgleises bei Bleibach sinnvollerweise nicht vorgezogen werden könnte.

Winfried Hermann sagte zu, dieses Thema mit in den Ausschuss zu nehmen und im Bundestag eine Anfrage zu stellen. Mit einem Stadtrundgang und der Betrachtung der Verkehrssituation in der Waldkircher Innenstadt endete der Besuch des verkehrs-politischen Sprechers, der an diesem Abend noch einen Termin in Kenzingen zum Thema Bahnprivatisierung hatte.


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